Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte,

zunächst möchte ich mich für das Engagement der Eltern und meiner Kolleginnen und Kollegen in dieser Zeit bedanken.

Natürlich weiß ich, dass die Belastung mit den Kindern Zuhause für einige von Ihnen besonders hoch ist. Wir wissen, dass gerade die Eltern von pflegebedürftigen Kindern oder die Eltern von motorisch sehr unruhigen Kindern jetzt sehr gefordert sind und auch an ihre Grenzen kommen. Wir wünschen Ihnen, dass Sie gut durch diese harte Zeit kommen.

Mich freut, wenn Eltern mir berichten, dass sie täglich mit ihrem Kind eine Lernzeit durchführen. Einige Schülerinnen und Schüler können die Ruhe im Elternhaus auch nutzen, um konzentrierter zu arbeiten. Das ist dann auch positiv. Einige Eltern integrieren auch noch ein Bewegungsangebot oder ein lebenspraktisches Angebot in der Küche in die Lernzeit. Das ist toll und bewundernswert.

Sehr vielen brennt die Frage „Wann öffnet die Waldschule?“ auf den Nägeln...

Wir sind leider noch nicht in der Lage, dazu ausreichend informieren zu können.

Die letzten Schulmails des Ministeriums sagen etwas zu den Planungen nach dem 11.05., aber unsere Schulform ist dabei nicht genannt. Aus dem Ministerium ist mitgeteilt worden, dass zeitnah Gespräche mit Verbänden geführt werden sollen.

Aus unserer Sicht hat der Schutz unserer Schülerinnen und Schüler, aber auch des Kollegiums und aller Mitarbeiter höchste Priorität.

Unser Schulträger kann im Moment für die Hygienerichtlinien in jedem Klassenraum nur für eine begrenzte Anzahl von Personen garantieren. Das heißt, die Klassenräume und die Pflege- und Toilettenbereiche werden täglich besonders gereinigt und desinfiziert. Diese Reinigung wird auch schriftlich dokumentiert. Schulküchen und andere Fachräume (Snoezelen, Turnhalle, Computerraum, Küchen usw.) sind davon ausgenommen. An dieser Stelle sei den beiden Müttern Frau Kamps und Frau Kirbas-Pieper herzlich gedankt, die für unsere Schülerinnen und Schüler Mund-Nasen-Schutz-Masken genäht haben. Einige Einmalmasken halten wir in der Schule vor. Desinfektionsmittel, Seife, Einmalhandtücher u.a. gehören zu unserer Standardausrüstung. Hier macht die Nachbestellung bei Mehrverbrauch evtl. noch Schwierigkeiten, unser Schulträger unterstützt uns nach Kräften.

Es ist aus unserer Sicht zurzeit noch nicht absehbar, wie ein Unterricht organisiert werden kann. Die Bedingungen müssen erst benannt und an den Rahmenrichtlinien des Schulträgers gemessen werden. Es ist angekündigt, dass der Schülerspezialverkehr – sollte dieser wiederaufgenommen werden – nur Schüler mit Mund-Nasen-Schutz transportieren wird. Schüler, die dieses Gebot nicht einhalten oder nicht einhalten können, werden nicht transportiert werden können.

Wir wollen unser Angebot, für jede Schülerin / jeden Schüler Lernangebote zur Verfügung zu stellen aufrechterhalten bzw. ausbauen. So arbeiten wird daran, eine Videoplattform aufzubauen, um Unterricht in der Distanz zu ermöglichen. Wir legen Ihnen ein Antragsformular für eine finanzielle Unterstützung zum Brief, damit Sie eventuell ein Tablett o.ä. für Ihr Kind anschaffen können. Sollten Sie dabei Schwierigkeiten haben, so können Sie sich an unsere Schulsozialarbeiterin Frau van Laak wenden. Darüber hinaus haben Sie zum Lehrerteam der Klasse Kontakt und werden so auch mit neuen Lernmaterialien versorgt. Dass dieses den realen Unterricht nicht ersetzen kann, ist uns als Förderschullehrerinnen und Förderschullehrern sehr bewusst, aber diese Zeit hat sich niemand gewünscht und ausgesucht. Wir müssen pragmatisch mit der Situation umgehen und den Schutz an erste Stelle stellen.

Für uns ist es auch wichtig zu erfahren, wie viele Eltern Ihre Kinder in der Pandemiezeit aus gesundheitlichen Gründen nicht in die Schule schicken wollen. So wie bei uns Lehrerinnen und Lehrer, die über 60 Jahre alt sind oder über Vorerkrankungen gehandikapt sind, nicht im Unterricht mit Schülern eingesetzt werden können, sollten auch Schülerinnen und Schüler mit Vorerkrankungen nicht am Unterricht teilnehmen. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Ihr Kind zuhause bleiben soll.

Zurzeit wird die Waldschule nur für eine Notbetreuung geöffnet und die Gruppe der Berechtigten ist bekannt, entsprechende Anträge zur Vorlage beim Arbeitgeber erhalten Sie im Internet oder auf Anfrage in der Schule. Diese Notbetreuung findet ohne Schülertransport und ohne Mittagessen statt.

Unserer Mitarbeiter, d.h. Integrationshelferinnen und Integrationshelfer sind zurzeit in Kurzarbeit und wir wünschen unseren Kolleginnen und Kollegen, dass sie schnellstmöglich an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können.

Wir werden Sie immer über die Homepage über Neuerungen oder Änderungen informieren. Für Nachfragen steht Herr Nitschke telefonisch in der Schule zur Verfügung, mich können Sie am besten per Email (siehe unten) erreichen.

Ich wünsche uns, dass wir diese Zeit gesund hinter uns bringen.

Mit freundlichen Grüßen

E. Bimmermann-Dorn (Sonderschulrektorin)